Deutsch
  1. "…. uralt und doch ewig neu, mechanisch in der Anlage und doch nur

wirksam durch Phantasie, begrenzt in geometrisch starren Raum und dabei
unbegrenzt in seinen Kombinationen,
st"andig sich entwickelnd und doch steril, ein Denken, das zu nichts f"uhrt,
eine Mathematik, die nichts errechnet, eine Kunst ohne Werke, eine Architektur
ohne Substanz und nichtsdestominder erwiesenermassen dauerhaft in seinem Sein
und Dasein als alle B"ucher und Werke, das einzige Spiel, das allen
V"olkern und allen Zeiten zugeh"ort und von dem niemand weiss,
welcher Gott es auf die Erde gebracht, um die Langeweile zu t"oten,
die Sinne zu sch"arfen, die Seele zu spannen."
"Schachnovelle" Stefan Zweig

  1. Schach ist ein Reich, wo sich die menschliche Phantasie frei

entfalten kann.
Im Schach gewinnt jeder. Hat man Freunde am Spiel - und das ist die Hauptsache
- ist auch der Verlust einer Partie kein Unglück
David Bronstein

  1. Schach ist ein Reich, wo sich die menschliche Phantasie frei

entfalten kann.
Im Schach gewinnt jeder. Hat man Freunde am Spiel - und das ist die Hauptsache
- ist auch der Verlust einer Partie kein Unglück
David Bronstein

  1. In zehn Mordfällen gibt es nicht so viele Geheimnisse wie in einer

Partie Schach.
Arthur Conan Doyle

  1. Die Schachfiguren sind wie Drucklettern, die Gedanken in eine Form

bringen;
und obwohl diese Gedanken einen visuellen Eindruck auf dem Schachbrett
hinterlassen, äußert sich ihre Schönheit abstrakt, wie in einem Gedicht.
Marcel Duchamp

  1. Das Schachspiel ist nicht bloß eine müßige Unterhaltung.

Verschiedene schätzbare und im Laufe des menschlichen Lebens nützliche
Eigenschaften des Geistes können dadurch erworben oder gekräftigt werden,
so daß sie Gewohnheiten werden, die uns nie im Stich lassen.
Benjamin Franklin

  1. Die Natur hat uns das Schachbrett gegeben, aus dem wir nicht

hinauswirken können, noch wollen, sie hat uns die Steine geschnitzt, deren Wert, Bewegung
und Vermögen nach und nach bekannt werden; nun ist es an uns, Züge zu tun, von
denen wir uns Gewinn versprechen.
Johann Wolfgang Goethe

  1. Außer der Philosophie weiß ich kein so gutes Treibmittel des

Gehirns, als höchstens Schach und Kaffee.
Jean Paul

  1. Auf dem Schachbrett der Meister gilt Lüge und Heuchelei nicht

lange. Sie werden vom Wetterstrahl der schöpferischen Kombination getroffen,
irgendwann einmal, und können die Tatsache nicht wegdeuteln, wenigstens nicht
für lange, und die Sonne der Gerechtigkeit leuchtet hell in den Kämpfen der
Schachmeister.Im Leben werden Partien nie so unstrittig gewonnen wie im Spiel;
das Spiel gibt uns Genugtuungen, die das Leben versagt.
Emanuel Lasker

  1. Die erstaunliche Logik und die mathematische Exaktheit stellen das

Schachspiel auf eine Stufe mit jeder exakten Wissenschaft, während Schönheit
und Bildhaftigkeit seiner Ausdrucksform im Verein mit künstlerischer
Phantasie es in eine Reihe mit allen anderen Künsten rücken läßt.
Gottfried Wilhelm Leibniz

  1. Schach ist, wie die Liebe, ein Konflikt zwischen Reflexen und

Reflexionen.
D. J. Morgan

  1. Im Schachspiel offenbart sich durchaus, ob jemand Phantasie und

Initiative hat oder nicht.
Christian Morgenstern

  1. Man hat vom Schach gesagt, daß das Leben nicht lang genug dazu ist,

- aber das ist ein Fehler des Lebens, nicht des Schachs.
William Napier

  1. Im Schachspiel denken wir, weil es uns Freude macht, unsere

Denkfähigkeit zu üben, und nicht, um durch das Denken einen außerhalb des
Spiels liegenden Zweck zu erreichen. Hier ist das Denken Selbstzweck geworden,
weil es einen lustbetonten Charakter angenommen hat.
L. Neymeyer

  1. Was uns beim Schach Freude macht, das ist im Grunde bei uns allen,

bei dem Laien, der in der Opferkombination das Höchste sieht, und beim Kenner,
der am meisten die tiefe Partieanlage bewundert, dasselbe, nämlich der Sieg des
tiefen, genialen Gedankens über die Nüchternheit, der Sieg der Persönlichkeit
über das Triviale.
Richard Reti

  1. Das Schachspiel hat einen hohen selbsterzieherischen Wert, denn wie

kein anderes Spiel erweckt es einen starken Ehrgeiz. Dieser aber regt die
Selbstbeobachtung an und vermittelt Selbsterkenntnis, welche die Grundlage
aller Selbsterziehung bildet.
Paul Schellenberg

  1. Das Schachspiel verlangt dreierlei: Kenntnis der Möglichkeiten,

Ahnung der Wahrscheinlichkeiten, Resignation für die Gewißheiten.
Carl Schleich

  1. Das Schachspiel übertrifft alle anderen Spiele so weit wie der

Chimborasso einen Misthaufen. Es ist im Leben wie im Schachspiel. Wir
entwerfen einen Plan; dieser bleibt
jedoch bedingt durch das, was im Schachspiel dem Gegner, im Leben dem
Schicksal zu tun belieben wird.
Arthur Schopenhauer

  1. Das Schachspiel ist das weitaus schönste und vernünftigste aller

Spiele, und Glück und Zufall haben darin keinen Einfluß. Ich versichere, daß es für mich
durchaus beschämend und demütigend wäre, wenn es mir nicht gelänge, darin
wenigstens mittelmäßige Erfolge zu erringen
Mme. de Sevigne

  1. Der eigentliche, feinste Reiz des Schachspiels liegt darin, daß man

dabei geistig produktiv tätig ist. Und das geistige Produzieren gehört zu den
größten Genüssen des menschlichen Lebens
Siegbert Tarrasch

  1. Ich bedauere jeden, der das Schachspiel nicht kennt. Bringt es schon

dem Lernenden Freude, so führt es den Kenner zu hohem Genuß.
Lew Tolstoi

  1. Ich bin überzeugt, daß das Schach vermöge seiner Tiefe und

Unerschöpflichkeit einer fortwährenden Entwicklung fähig ist, daß hier Gesetze
walten, die noch nicht erkannt sind, daß es hier Wege gibt, deren Verästelungen wir
bloß ahnen und daß hier Möglichkeiten vorliegen, deren Ergründung uns noch
sehr viel zu schaffen geben wird.
L. Wekerle

Unless otherwise stated, the content of this page is licensed under Creative Commons Attribution-Share Alike 2.5 License.